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Osteoporose und das VITAMIN D

80% des Vitamin-D in unserem Körper produziert dieser selbst. Dabei stellt er unter Einfluss der Sonnenstrahlung aus einer Vorstufe zunächst die Speicherform Cholecalciferol her, die dann in der Niere zum wirksamen Vitamin D3 (Calcitriol) umgebaut wird.

Nur etwa 20% kommen aus der Nahrung. Lieferanten sind vor allem Fischöl, Eigelb, Pilze und Leber.

Der Vitamin-D-Gehalt im Körper kann einfach im Blutserum bestimmt werden. Werte unter 20 ng/ml gelten als absoluter, unter 30 ng/ml als relativer Mangel. Der Normalbereich wird mit 30-40 ng/ml angegeben, wobei der zur Prävention angestrebte Wert sogar über 40 (max. bis 100) ng/ml liegt.

Die Wirkungen des Vitamin D im Knochenstoffwechsel betreffen die Bereitstellung von Kalzium (Darm, Niere), die Funktion der Knochenzellen und die Mineralisation, also den Einbau des Kalziums in den Knochen.

Insbesondere auch bei den Kindern ist eine tägliche Dosis von 500 I.E. bis 1 000 I.E. notwendig, da im Wachstum dadurch die Arbeit der Knochen neu bildenden Zellen und die Knochenhärtung gefördert werden.

Beim Erwachsenen mit Normalwerten wird die Erhaltungsdosis mit 400 I.E. pro Tag angegeben. Die Therapie-Dosis bei festgestelltem Mangel beträgt in der Regel zwischen 1 000 und 3 000 I.E. pro Tag. Auch deutlich höhere Dosen sind unbedenklich. Gängig ist auch ein Präparat, bei dem 20 000 I.E. einmal pro Woche oder pro Monat eingenommen werden. Und bei extremem Mangel unter 10ng/ml gibt man auch initial 1 oder 2 mal Spritzen mit 100 000 I.E.

Einige der weiteren positiven Wirkungen, die für Vitamin D bekannt sind oder angenommen werden, sind: Minderung des Sturzrisikos durch Einfluss auf die Muskulatur; Senkung des systolischen Blutdrucks; Besserung von Hautkrankheiten (Schuppenflechte); Optimierung des Zucker- und Fettstoffwechsels (Vermeidung Diabetes Typ I); Reduzierung des Krebsrisikos durch Einfluss auf Zellwachstum und Differenzierung; Wirkung auf das zentrale Nervensystem (bei Alzheimer-Patienten findet man gehäuft niedrige Viamin-D-Spiegel).

In Deutschland beobachtet man bei 50% der Bevölkerung einen Vitamin-D-Mangel unter 20 ng/ml. Bei 65- bis 79-jährigen Frauen sind es 75%!

Junge Menschen müssten für eine ausreichende Versorgung über die Sonnenstrahlung täglich ein Sonnenbad von 30 Minuten Dauer nehmen und dabei mindestens Gesicht und Arme der Sonne aussetzen. Dabei muss die Sonne in ausreichend hohem Winkel am Himmel stehen, was in unseren Breitengraden im Sommer nur in den Mittagsstunden und im Winter praktisch nicht erreicht wird.

Beim älteren Menschen sinkt die Produktion der Vitamin-D3-Vorstufe im Körper, so dass diesem grundsätzlich eine äußere Zufuhr von 1 000 I.E. täglich im ganzen Jahr empfohlen wird.

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